Auswärtiges Amt: Von Ägypten-Reisen nach wie vor abgeraten

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

News aktuell: Reisewarnung Ägypten 2013: Auswärtiges Amt rät nach wie vor von Reisen nach Marsa Alam, Sharm el-Sheikh und Hurghada ab – Die Lage rund um die Unruhen in Ägypten spitzt sich auch heute immer weiter zu.

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Das Auswärtige Amt hat nunmehr angesichts der immer weiter ausufernden Gewalt in dem Land vor Reisen nach Ägypten gewarnt.

Ägypten: Kairo von Reisewarnung besonders betroffen

Das einst so beliebte Urlaubsland erzielt einen Großteil seiner Einnahmen durch Touristen. Die Haupteinnahmequelle fällt damit nahezu weg.

Dies gilt insbesondere deshalb, weil neben Deutschland auch andere Länder vor Reisen in das Land am Nil warnen. Das Auswärtige Amt teilte derweil mit, dass es eine “sehr zugespitzte Lage“ in Ägypten geben würde und auch von Reisen nach Marsa Alam, Sharm el-Sheikh und Hurghada abgeraten werde.

Insbesondere die Hauptstadt Kairo sei von dieser Situation besonders betroffen, so ein Ministeriumssprecher. Weil die derzeitige Entwicklung in dem Land nicht absehbar ist, sei vor Reisen nach Ägypten allgemein abzuraten, so das Auswärtige Amt.

Bisher gab es lediglich eine Teilreisewarnung für bestimmte Regionen Ägyptens. Unter anderem war von der Teilreisewarnung die Hauptstadt Kairo betroffen.

Ebenso waren Orte in Oberägypten von der Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes betroffen. Darunter Luxor, Assuan und weitere Orte in der Region. Zudem riet das Auswärtige Amt vor Nilkreuzfahrten ab.

Reiseunternehmen erhalten Anrufe von besorgten Urlaubern

Die Reiseunternehmen konnten derweil in den vergangenen Tagen zahlreiche besorgte Anrufe von Urlaubern verzeichnen. Mittlerweile spitzt sich die Lage immer weiter zu.

Nach dem traditionellen Freitagsgebet wollen die Muslimbrüder erneut gegen die Absetzung des bisherigen Präsidenten Mursi auf die Straße gehen.

Zunehmend gibt es offenbar innerhalb der Muslimbrüder Tendenzen sich zu radikalisieren.

Ägypten: Zunehmende Radikalisierung der verschiedenen Lager

So riefen einige Anhänger der Muslimbruderschaft dazu auf, sich zu bewaffnen. Auch auf der anderen Seite der Bevölkerung gibt es Tendenzen zu zunehmender Gewalt.

So rief die Bewegung Tamarud dazu auf, Bürgerwehren in den Wohnvierteln zu bilden, um sich gegen die Muslimbrüder zur Wehr zu setzen. In den vergangenen Tagen gab es Hunderte von Toten, bedingt durch den Einsatz von ägyptischen Sicherheitskräften und dem Militär.

Inwieweit auch Gewalt von den Muslimbrüdern selbst ausgeht, ist in der zum Teil unübersichtlichen Lage nicht genau auszumachen, aber als realistisch zu bezeichnen, zumal auch Polizisten ums Leben kamen.


Bsp. Grafik zum Artikel: Auswärtiges Amt / Ägypten Reisewarnung 2013 (c) cc/oxfamnovib

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