Antibiotika Hähnchen-Mast: Resistente Keime im Geflügel sorgen für Gefahr

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Antibiotika-Haehnchen-Mast-Gefluegel

Antibiotika Hähnchen-Mast: Bei der Massentierhaltung von Geflügel gelangen zunehmend Antibiotika zum Einsatz.

Antibiotika-Haehnchen-Mast-Gefluegel

Insbesondere bei der Geflügelzucht ist dies ein gängiges Mittel, um Epidemien in den Beständen zu verhindern.

Hähnchenmast: Agressive Darmkeime werden resistent

Darunter leiden jedoch nicht nur die Tiere, sondern auch zunehmend der Mensch. Bei dem mit Antibiotika behandelten Hähnchen können sich antibiotikaresistente Keime bilden.

Diese wiederum sind auf den Menschen übertragbar. Durch die Hähnchenmast adaptiert somit auch der Mensch die Antibiotikaresistenz.

Die Folge ist die, dass bei einer Neuinfektion eine Behandlung mit Antibiotika wirkungslos ist. Im schlimmsten Fall können Infektionen so tödlich verlaufen.

Der BUND hat in zehn von 20 untersuchten Proben ESBL-bildende E.-coli-Bakterien gefunden. Hierbei handelt es sich um eine Variante eines antibiotikaresistenten Darmkeimes.

In zwei Proben wurden zudem die berüchtigten Krankenhauskeime, besser als MRSA (Multiresistente Staphylokokken) bekannt, gefunden.

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Antibiotikaresistenz: Alte Krankheiten – Neue Gefahren

Die wachsende Antibiotikaresistenz wird zunehmend eine Gefahr in der Epidemiologie. Immer mehr Krankheiten, welche als besiegt galten, können so in abgewandelten Formen wieder auftreten.

Die im letzten Jahr aufgetretene Variante des EHEC-Keimes beispielsweise war ebenfalls resistent gegen Antibiotika.

Die Diskussion soll seitens der Geflügelzüchter weiter klein gehalten werden, angesichts der unbestrittenen Folgen für die Verbraucher muss hier jedoch ein Umdenken erfolgen.

Ein Weg um den Antibiotikaeinsatz zukünftig zu verhindern, ist der Kauf von „Bio-Hähnchen“ oder Biogeflügel.

Dies kostet zwar ein Vielfaches des Billiggeflügels aus Massentierhaltung, dafür ist es garantiert frei von Antibiotika, zudem lebt das Huhn während seiner Lebenszeit im natürlichen Lebensraum.

Die Gesundheit, sowohl des Huhns als auch des Menschen, dankt es beiden.

Lesetipp: Externe Verbrauchernews zum Thema auf „Euraktiv“


Bsp. Grafik: Antibiotika Hähnchen-Mast, Resistente Keime im Geflügel (c) js

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1 Kommentar
  • Größer – schneller – billiger:
    Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente – sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.
    Mediziner warnen seit Jahren die Verbraucher vor Medikamentenanreicherungen in Fleisch, Milchprodukten und Eiern. Es gilt als gesichert, daß Antibiotikaanreicherungen im Fleisch, speziell im Schweinefleisch, die Hauptursache für die hochbrisante Antibiotikaresistenz beim Menschen sind. Immer mehr Menschen sprechen selbst auf hohe Antibiotikadosen nicht mehr an.

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