Anti-Pegida Demo erhält immer mehr Zulauf

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Die Gegenbewegung zu „Pegida“-Demo, die so genannte „Anti-Pegida-Bewegung“ erhält immer mehr Zulauf.

Anti-Pegida Demo

Rund 12.000 Menschen demonstrierten in München sowie in weiteren Städten gegen die so genannte “Pegida“-Bewegung.

Dresden mit nur 4,7 Prozent Ausländeranteil Hochburg der Anti-Islam-Bewegung

Aber auch die “Pegida-Bewegung“ konnte bei Ihrer letzten Veranstaltung am Montag in Dresden noch einmal rund 2500 Personen mehr aufbieten als in der Woche davor. Dennoch formiert sich in ganz Deutschland einer deutliche Bewegung gegen die angebliche “Überfremdung“ Deutschlands kämpfende “Pegida“.

Während es in Dresden nur 4,7 Prozent Ausländer gibt (Stand 2010), formieren sich die Proteste in der sächsischen Landeshauptstadt gegen eine angebliche Überfremdung Deutschlands erneut.

Kirchen wenden sich gegen Missbrauch christlicher Symbole durch Pegida

Vor der Demonstration der selbst ernannten Islam-Gegner fand ein Ökumenischer Friedensgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche statt. Der Landesbischof Jochen Bohl kritisierte dabei die “Pegida- Bewegung“, die ihre Kundgebungen zum Singen von Weihnachtsliedern missbraucht hatte und damit gleichsam “den Versuch startete, ein christliches Symbol und eine christliche Tradition zu instrumentalisieren für eine politische Aktion.“

Zudem gab es am Tag der Anti-Islam-Demonstrationen auch rund zeitgleich 4500 Menschen, die in Dresden gegen die selbst ernannten Bewahrer des Abendlandes auf die Straße gingen.

München: 1500 waren angemeldet, 12000 kamen zur Anti-Pegida-Demo

Während Dresden als Sammelbecken für Islam-Gegner fungiert, erwächst in der bayerischen Landeshauptstadt München eine starke Gegenbewegung. Ein breites Bündnis aus Künstlern, Flüchtlingsorganisationen und kirchlichen Gruppen hatte zu einer Anti- “Pegida-“-Demonstration aufgerufen.

Rund 12.000 Personen gingen auf die Straße und demonstrierten, dass Deutschland Flüchtlinge willkommen heiße und sich gegen Ausgrenzung und Rassismus stelle. Ursprünglich hatten sich für die Veranstaltung nur 1500 Teilnehmer angemeldet.

In Kassel gingen rund 2000 Personen gegen “Kagida“ (einem örtlichen Ableger der “Pegida“) auf die Straße. Dort hatten die Islamgegner nur 165 Personen für Ihre Veranstaltung mobilisieren können. In Bonn stellten sich 2500 Gegendemonstranten einer „Schar“ von rund 200 Anti-Islam-Demonstranten in den Weg.

 Pegida in Wahrheit Perfida?

Auch wenn die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer der “Pegida“ nicht als rechtsextrem einzustufen ist, so missbrauchen die führenden Köpfe der Pegida die insbesondere rechtsextreme Kreisen zuzuordnen sind, die Ängste von Menschen für ihre politischen Zwecke. Insofern sollte “Pegida“ in dieser Hinsicht in “Perfida“ umgetauft werden.

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Bsp. Grafik zum Artikel: Pegida Deutschland (c) mz

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