Alternative für Deutschland: AfD-Partei will 2013 in den Bundestag

Stephan Frey
Stephan Frey
4 min Lesezeit

Alternative für Deutschland: Partei-Programm im Visier, AfD-Wählerpotenzial für Bundestagswahl 2013 bei 24 Prozent – Die Anti-Euro-Partei AfD „Alternative für Deutschland“ hat sich in Berlin zu ihrem Gründungsparteitag zusammengefunden.

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Die Partei zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie eine anti-europäische Politik propagiert.

AfD-Partei: Angeblich bereits 7500 Mitgliedsanträge

So wendet sich die Partei in erster Linie gegen den Euro sowie gegen mehr Rechte für das Europaparlament. Ziel der Partei ist eine Rückkehr zur alten D-Mark. Damit der Austritt aus der Eurozone möglich ist, soll Deutschland nach Ansicht der neuen Partei zukünftige Hilfskredite für europäische Krisenländer grundsätzlich ablehnen.

Die „Alternative für Deutschland“-Partei will zur kommenden Bundestagswahl antreten und dort auch einziehen. Rückendeckung erhält die AfD durch eine jüngst durchgeführte Befragung.

Diese bestätigt, dass die neue AfD-Partei ein grundsätzliches Wählerpotenzial von rund 24 Prozent besitzt. Nach eigenen Angaben liegen der neuen Partei bereits 7500 Mitgliedsanträge vor.

Wird die AfD von der NPD unterwandert?

Beim Gründungsparteitag sind rund 1500 Mitglieder zugegen. Die AfD zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass rechtskonservative Persönlichkeiten aus dem Bildungsbürgertum als Aushängeschild der Partei gelten.

So weist die Partei „Alternative für Deutschland“ beispielsweise den Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Luke als möglichen neuen Parteisprecher aus. Auch der frühere Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, unterstützt die neue Partei.

Obgleich zahlreiche Persönlichkeiten des konservativen Bildungsbürgertums die neue AfD-Partei nach außen repräsentieren, droht der Partei insbesondere von Rechtsextremen eine Unterwanderung.

So soll die NPD bereits mehrfach dazu aufgerufen haben, die neue Partei bei der Bundestagswahl zu wählen. Insbesondere die finanziell stark angeschlagene rechtsextreme NPD könnte ihre Mitglieder dazu aufrufen, in die neue Partei einzutreten.

Neuauflage der Republikaner?

Unter dem Deckmäntelchen einer Euro-kritischen Haltung wendet sich die „Alternative für Deutschland“-Partei jedoch auch gegen Zuwanderung. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil gerade Personen wie Wirtschaftsprofessoren wissen müssten, dass Deutschland ohne Zuwanderung in der nahen Zukunft keine Überlebenschance hat.

Insofern entlarvt sich die neue Partei als das was sie ist, eine Neuauflage der Republikaner der 1980er Jahre. Die neue Partei nutzt geschickt die Angst der Menschen vor einer Krise Europas, in die auch Deutschland hineingezogen werden könnte.

Auch wenn die AfD ein Wählerpotenzial von rund 24 Prozent aufweisen mag, so gibt es dennoch mehrere Hürden, die einen Einzug in den Bundestag unwahrscheinlich erscheinen lassen.

Wähler verschenken nur selten Stimmen bei der Bundestagswahl

Erstens muss die Partei um Kandidaten in den Bundestagswahlkampf zu schicken genug Unterstützerunterschriften sammeln. Dies mag noch relativ einfach gelingen. Problematisch wird es hingegen für jeden Wahlkreis einen geeigneten Kandidaten zu finden.

Auch stellt sich die Frage, ob Menschen ihre Stimme sinnlos verschenken wollen, wenn es darum geht eine Richtungsentscheidung für Deutschland herbeizuführen.

Deutschland und seine Wählerinnen und Wähler entscheiden sich zwischen Angela Merkel und einer neoliberalen Politik und einer sozial aufgestellten rot-grünen derzeitigen Opposition unter Führung von Peer Steinbrück.

Ob da eine Partei mit einer reißerischen Parole wie „Raus aus dem Euro“, die sonst nicht zu bieten hat, punkten kann, bleibt abzuwarten. Außerdem erfüllte zumindest in der Vergangenheit die FDP die Funktion hinsichtlich einer Euro-kritischen Haltung, die nun die AfD versucht einzunehmen.

Allerdings könnte die Partei „Alternative für Deutschland“ dennoch nützlich werden. Indem Sie der Union ihr Wählerpotenzial abspenstig macht, könnte es am Ende für Rot-Grün und damit für eine sozial gerechtere Politik doch noch reichen.

Weitere News: Umfrage: Peer Steinbrück verliert weiter an Boden gegen Merkel


Bsp. Grafik: Alternative für Deutschland / AfD-Partei (c) cc/ Lore&Guille

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1 Kommentar
  • Wir brauchen keine neue Partei, wir brauchen wieder ehrliche Politiker, die nicht den Konzernen und Interessen- Verbänden gegen bares hörig sind. (Lobbyismus-Korruption) das Gift der sozialen Marktwirt-
    schaft. MEHR:Am 16.April um 19.00 Uhr ins Hotel Bosse Oberförster-Ganter-Straße 9 in 78048 Villingen- Schwenningen im Kurgebiet

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