ACTA Demo: Deutschland demonstriert erneut

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ACTA-Demo- Deutschland-demonstriert

ACTA Demo in Deutschland: Erneut gingen am Wochenende in Deutschland Tausende gegen das internationale Urheberrechtsabkommen ACTA für umfassende Demonstrationen auf die Straße.

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Sowohl im Süden der Republik, wie auch im Norden, demonstrierten Tausende friedlich gegen das Urheberrechtsabkommen.

ACTA Deutschland: Größte Demonstration in München, gefolgt von Hamburg

Die größte ACTA-Demonstration fand dabei in München statt. Dort demonstrierten rund 2000 Personen. In Hamburg waren es dem Vernehmen nach rund 1900 Demonstranten.

Die Veranstalter sprachen dort sogar von 4000 Teilnehmern. Auch in Nürnberg, Würzburg, Passau, Augsburg und Kempten demonstrierten insgesamt rund 3000 Personen.

In Stuttgart und Mannheim nahmen laut Polizeiangaben etwa jeweils 1500 Personen an den ACTA-Demonstrationen teil. In Leipzig, Bremen und Frankfurt/Main wurden jeweils rund 1000 Demonstranten gezählt.

In vielen weiteren Städten gab es ebenfalls Demonstrationen. In der schleswig-holsteinischen Hauptstadt Kiel wurden etwa 500 Demonstranten gezählt, in Lübeck waren es etwa 50 Personen.

In Berlin traten etwa 700 Menschen gegen ACTA auf die Straße.

ACTA: Urheberrechtsschutz oder Lobbyismus?

Das insbesondere von den USA und Japan vorangetriebene Urheberrechtsabkommen soll die Rechte des geistigen Eigentums insbesondere im Bereich des Internets stärken und somit Produkt-Piraterie eindämmen.

Mehrere EU-Länder, darunter Polen, haben die Ratifizierung des Abkommens verweigert. Auch Deutschland bat sich Bedenkzeit aus.

Insbesondere wird seitens der Kritiker bemängelt, dass das Abkommen lediglich dazu dienen würde, der Musik und Filmlobby ihre Interessen zu sichern.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) befürwortet indes die Unterzeichnung des Abkommens und setzt auch weiter darauf, dass auch die Bundesregierung und somit Deutschland dem ACTA-Abkommen letztlich beitreten werde.

Weitere News: Deutschland: ACTA-Demo: Druck der Straße wirkt

Polen: ACTA-Demonstrationen erfolgreich

Sollte dies aber eintreffen, dürften die Proteste letztlich so heftig werden, wie zuletzt in Polen. Dort gab die Regierung letztlich dem Wunsch des Volkes nach und unterschrieb das Abkommen endgültig nicht.

Markus Kerber vom BDI sieht indes seitens der Regierung dauerhaft keine Ablehnungsgründe und ist zuversichtlich, dass auch die Bundesregierung das Abkommen unterzeichnen wird.

Ob und wann und vor allem wo weitere ACTA-Demonstrationen geplant sind, lässt sich den jeweiligen Webseiten der Aktivisten entnehmen.

Die Haltung der Bundesregierung und der Parteien ist auf den jeweiligen Webseiten der Parteien und der Bundesregierung zu entnehmen.


Bsp. Grafik: ACTA Deutschland / ACTA-Demo (c) AcidForce

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