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Amoklauf in Newtown, USA: Kommen schärfere Waffengesetze?

 

Newtown, USA: Adam Lanza tötet 27 Menschen in Grundschule – Nach dem Amoklauf von Newtown in Connecticut, USA, fragen sich nicht nur die US-Amerikaner, warum die lockeren Waffengesetze nicht endlich verschärft werden.

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Der Attentäter von Newtown tötete insgesamt 20 Kinder und sechs Erwachsene und anschließend sich selbst.

Kongressabgeordnete: “Änderungen ohne Rücksicht auf Verluste“

Das bemerkenswerte hierbei ist, dass alle Waffen offenbar legal erworben wurden und auf den Namen der Mutter des Attentäters registriert waren. Auch die Mutter wurde durch ihren Sohn erschossen.

US-Präsident Barack Obama war den Tränen nah, als er zu dem Amoklauf Stellung bezog. In der US-Gesellschaft scheint es jedoch nunmehr so zu sein, dass selbst Kongressabgeordnete die lockere Waffengesetzgebung überdenken.

So will die Kongressabgeordnete Carolyn McCarthy „ohne Rücksicht auf Verluste“ auf Änderungen pochen. In den USA sterben jedes Jahr etwa 30.000 Personen durch Schusswaffen.

60 Prozent hiervon sind Suizide, 40 Prozent werden den Tötungsdelikten zugeordnet. Insgesamt besitzt die US-Bevölkerung über 200 Millionen Schusswaffen.

Seltsame Argumente der Waffenlobby

Derweil entgegnet die US-Waffenlobby dem Amoklauf mit zum Teil ziemlich seltsamen Argumenten. So sprach der ehemalige US-Präsidentschaftsbewerber Mike Huckabee (Republikaner) davon, dass es mehr Glauben an Gott und an Schulen geben müsse.

Gott sei aus den Schulen entfernt worden, aus diesem Grunde würde es zu derartigen Massakern kommen.

Andere Waffenlobbyisten argumentieren, dass es mehr Waffen geben müsse, damit sich die Lehrer in den Schulen bei derartigen Übergriffen zukünftig zur Wehr setzen können.

Andere Argumente der Waffenlobby lassen ebenso die Stirn runzeln. So gab der Senator Rand Paul (Tea Party) den Satz zum besten, „nicht Waffen bringen Leute um, es ist das Individuum, das Leute umbringt.“

Findet nun nachhaltiges Umdenken in der US-Bevölkerung statt?

Barack Obama hatte bereits zu früherer Zeit eine Verschärfung der Waffengesetze angekündigt.

Die jüngsten Vorkommnisse des Amoklaufs an der Grundschule in Newtown könnten die Stimmung in der US-Bevölkerung nunmehr nachhaltig zu Gunsten schärferer Waffengesetze verändern.

Derzeit ist es in vielen US-Bundesstaaten so, dass auf der Rückbank eines Busses ein knutschendes schwules oder lesbisches Pärchen verhaftet wird, während der Nachbar mit der Pumpgun in der Hand unbehelligt mit dem Bus weiter fahren darf.

Dieses Beispiel zeigt, wie schräg die US-Gesetzgebung zum Teil ist und warum derartige Amokläufe in den USA immer wieder passieren können.


Bsp. Grafik: USA (c) cc/Fifth World Art

 

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